27. September 2018
// Kunden & Partner

Für eine starke Pflege in Ostwestfalen

PVM-Geschäftsführer Markus Wendler arbeitet an der bestmöglichen Versorgung pflegebedürftiger Menschen

Am Bielefelder Südring, direkt hinter einem schwedischen Möbelhaus, liegt die PVM GmbH. Der große medizinische Fachhandel versorgt tausende Menschen in Bielefeld und Umgebung mit Pflegehilfsmitteln und bietet darüber hinaus viele weitere Hilfestellungen an. Wir besichtigen mit Geschäftsführer Markus Wendler den Showroom und das Lager, in dem dutzende Betten von Burmeier bereits sorgfältig aufbereitet auf ihren nächsten Einsatz warten. Anschließend sprechen wir mit Herrn Wendler über seine Arbeit und seine Pläne und Wünsche für die Zukunft.

Herr Wendler, bitte stellen Sie sich vor.

Ich bin gemeinsam mit meinem Kollegen Ilja Skora Geschäftsführer der PVM GmbH in Bielefeld. PVM steht für „Patienten Versorgung Management“. Begonnen habe ich 1986 mit einer Ausbildung zum Orthopädiemechaniker hier in Bielefeld. Seit über 30 Jahren bin ich also fest im Gesundheitswesen der Region Ostwestfalen verankert. Fünf Jahre später bin ich zu einer anderen Firma in den medizinischen Fachhandel gewechselt und habe eine Filiale aufgebaut. Seit dieser Zeit arbeite ich mit Ilja Skora zusammen, er im betrieblichen, ich im vertrieblichen Bereich. 2001 haben wir uns mit der PVM selbstständig gemacht. Der Name „Patienten Versorgung Management“ verdeutlicht unsere Philosophie: Wir möchten nicht nur einfach dem Patienten ein Bett und einen Rollstuhl liefern, sondern ihn auch bei der Regelung der Formalitäten davor und der langfristige Betreuung danach unterstützen. Wechselt ein älterer Mensch z. B. nach einem Krankenhausaufenthalt in die häusliche Pflege, bieten wir allen Beteiligten unsere Hilfe beim Entlassmanagement an. Wir stehen immer in Interaktion mit Angehörigen, Hausärzten, Pflegediensten und Pflegeheimen. Wir haben in Bielefeld ein großes, starkes Netzwerk aufgebaut. Das wird umso wichtiger, je mehr wir durch den Pflegenotstand in eine Mangelverwaltung kommen. Die Sozialdienste müssen mittlerweile bis zu zehn Pflegedienste anrufen, um einen Bewohner versorgt zu bekommen.

Wie können Sie mit PVM in dieser Situation helfen?

Wir helfen dabei, den Engpass an Pflegekräften durch eine technisch optimierte Pflegeausstattung in den Wohnungen zumindest teilweise auszugleichen. Viele Pflegedienste lehnen mittlerweile komplexe Ansprüche ab, wenn der Bewohner kein höhenverstellbares Pflegebett oder keinen Badewannenlifter besitzt. Das Personal könnte sonst die Arbeit nicht mehr ohne gesundheitliche Schäden bewältigen. Für uns ist es deshalb wichtig, dass unsere Leistungen dann da sind, wenn sie benötigt werden. Wenn PVM beteiligt ist, kann man sich in der Pflege auf die erforderliche Struktur verlassen.

Mit welchen Burmeier-Produkten arbeiten sie?

Wir haben Pflegebetten und Betteinsätze der Modellserien Dali,  Economic und Lippe, insgesamt rund 2.200 Stück. Zurzeit sind 40 Betten am Lager, die auf ihren nächsten Einsatz warten. Alle übrigen Betten befinden sich bei pflegebedürftigen Menschen in einem Umkreis von ca. 50 km um Bielefeld. Früher hatten wir ein größeres Versorgungsgebiet, aber davon sind wir komplett abgegangen. Ich gehe lieber im Kern in die Tiefe als in der Fläche in die Breite. Schon der Weg nach Dortmund über die A2 wäre ein Va-Banque-Spiel für einen engen Zeitplan. Der Bedarf – und die Problematiken – sind in Ostwestfalen mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern groß genug. Mit Betten von Burmeier arbeiten wir seit Jahrzehnten. Sie zeichnen sich durch Robustheit und Langlebigkeit aus. Auch die örtliche Nähe zu Ihrer Firma ist vorteilhaft. Der Burmeier-LKW mit neuen Betten fährt hier alle 14 Tage vor. Auch in pflegepolitischen Fragen habe ich zu Ihren Mitarbeitern eine hohe Affinität – wir haben schon manche Schlacht gemeinsam geschlagen.

Welche Wünsche haben Sie an Burmeier?

Das neue Dali, das wir gerade im Feldversuch haben, ist bereits vielversprechend – zum Beispiel durch die anklickbaren Seitensicherungen. Natürlich muss heutzutage alles digital und smart sein, aber oft wird das einfache Handling für Nutzer und Monteure darüber vergessen. Beim Dali scheint das sehr gut gelungen zu sein. Wir haben fünf Kundendiensttechniker, und die fahren in der Regel alleine los und werden durch das Easy-Click-System entlastet werden. Die Euphorie über Apps und digitale Assistenzsysteme wird hingegen ein bisschen Zeit brauchen. Allzu oft pflegt heute noch die 75-jährige Ehefrau ihren 85-jährigen Mann, und die können mit Handys nicht immer etwas anfangen. Dennoch ist dieses Thema für die Zukunft wichtig. Wenn es um digitale Hilfen geht, wünschen wir uns, von unserer Zentrale aus den Zustand der Betten draußen kontrollieren zu können. Wenn ein Kunde anruft und sagt „Das Bett bewegt sich nicht mehr“, müssen wir erstmal abfragen, ob sich überhaupt der Stecker in der Steckdose befindet oder Strom auf der Steckdose ist. Wenn wir uns in das Bett „hineinwählen“ könnten, wäre das sehr hilfreich. Darüber sprechen wir gerade mit Burmeier.

Welche Projekte haben Sie für die Zukunft?

Zurzeit arbeiten wir am Aufbau einer Pflegeberatung. Die Abrechnung von Leistungen entweder über die Kranken- oder über die Pflegeversicherung, ist so kompliziert, dass viele Leute sie nicht verstehen. Wenn ein alter Mensch stürzt und schon nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wird, müssen Angehörige all diese Dinge aber sehr spontan regeln. Städtische Beratungsangebote sind gerade für ältere Menschen oft nicht schnell und leicht zu erreichen. Deshalb arbeiten wir gerade daran, unseren Kunden eine solche Beratung anzubieten. Wir fahren zu ihnen nach Hause und sprechen mit ihnen, um sie in diesen oft schweren Stunden bestmöglich zu unterstützen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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