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20. Juli 2022
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„Mit Stiegelmeyer können wir nach vorn schauen“

Unser Standort Kępno feiert 30-jähriges Bestehen

Der 30. Geburtstag ist ein schönes Datum – für Menschen ebenso wie für Firmen. Man hat schon viel erreicht und ist zugleich noch vital und voller Neugier auf die Zukunft. Gute Gründe für unseren Betrieb in Kępno, sein 30-jähriges Bestehen mit einem unvergesslichen Familienfest zu feiern.

Sonia Nikolas, die gemeinsam mit ihrem Mann Marek Nikolas den Stiegelmeyer-Standort im südwestlichen Polen leitet, schwelgt noch Tage nach dem Fest in schönen Erinnerungen. „Nach den Jahren der Pandemie haben sich unsere Mitarbeiter danach gesehnt, wieder ganz normal zusammenzukommen und fröhlich zu sein“, erzählt sie. Einen ganzen Samstag lang wurde vor zwei Bühnen auf dem Werksgelände gefeiert, von mittags bis ein Uhr nachts.

Legendäre Rockband zu Gast

Die 211 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kępno waren fast alle gekommen und hatten ihre Familien mitgebracht, insgesamt 480 Gäste. Das Team ist zunehmend international aufgestellt, Kollegen kommen aus der Ukraine, aus Bolivien, Kolumbien, Indien und von den Philippinen. 90 Kinder und Jugendliche wurden mit Spielen, Tombola, Gesichtsbemalung, Eis und Zuckerwatte bestens unterhalten. Auch für die Erwachsenen gab es ein spannendes Showprogramm. So zeichnete eine Sand-Malerin live die Firmengeschichte nach, und ein Höhepunkt war der Auftritt der legendären Band DE MONO. Die vor allem in der 80er- und 90er-Jahren gefeierten Rocker lieferten ähnlich wie die Scorpions in Deutschland den Soundtrack zur neuen Freiheit und Demokratie. Die Mitarbeiter sangen, tanzten, genossen das leckere Essen und fieberten einer Verlosung mit hochwertigen Preisen entgegen. Viele von ihnen arbeiten schon sehr lange in Kępno, acht Kollegen sogar seit der Gründung 1992.

Die Freiheitslieder von DE MONO erinnerten freilich auch daran, dass die politische und wirtschaftliche Lage in Europa heute so angespannt ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Sonia und Marek Nikolas wiesen in ihrer Begrüßung auf den Krieg in der Ukraine hin, der die Menschen Polen ganz besonders bewegt. Sie stimmten die Mitarbeiter auf herausfordernde Zeiten ein und machten Mut, dass die Stiegelmeyer-Gruppe die Krise durch starken Zusammenhalt und vorausschauende Planung meistern werde.

Start als Wiki-Met

Als das Werk in Kępno 1992 die Arbeit aufnahm, hieß es noch Wiki-Met. Gegründet wurde der Betrieb von dem deutschen Unternehmerpaar Wilfried und Anke Knickmeier aus Porta Westfalica. Frau Nikolas erklärt, der Name Wiki-Met sei ein Buchstabenspiel aus den Wörtern „Wilfried Knickmeier Metall“ gewesen. Montiert wurde eine große Zahl verschiedener Produkte: Baubeschläge, Feuertreppen, sogar Go-Karts. 1998 sei es zu einem ersten Treffen zwischen Herrn Knickmeier und der Stiegelmeyer-Geschäftsleitung, erinnert sich Frau Nikolas. Seitdem fertigte Wiki-Met bereits häusliche Pflegebetten für Burmeier. Die Geschäftsbeziehung war so erfolgreich, dass Stiegelmeyer 2006 die Mehrheit an Wiki-Met übernahm und das Werk 2010 ganz erwarb.

„Das war das Beste, was uns passieren konnte“, sagt Frau Nikolas. Die Gesellschafterfamilie Kemmler habe den Standort Kępno kontinuierlich weiterentwickelt. In den frühen Jahren war das Werk immer wieder zu klein, zeitweilig mussten drei Hallen in drei Orten in einem Umkreis von 20 Kilometern angemietet werden. Es gab anfangs auch keinen eigenen Maschinenpark. Heute stehen hochmoderne Laser und Pulveranlagen zur Verfügung, die Bürogebäude sind saniert, die Mitarbeiter können in komfortablen Gemeinschaftsräumen essen und sich austauschen. Alles ist perfekt auf die zügige Produktion von Pflegebetten in höchster Qualität ausgerichtet. Der heutige Campus war ursprünglich ein Betriebsgelände der polnischen Bahn, auf dem Zugmaschinen repariert wurden. Von der einstigen Nostalgie der 1970er-Jahre ist heute hinter den modernen Fassaden nichts mehr übrig.

Dass der Platz im Moment dennoch wieder knapp wird, liegt an der politischen Krise. Eigentlich werde in Kępno „just in time“ produziert, erklärt Frau Nikolas: Rohstoffe und Komponenten von Lieferanten werden bedarfsgerecht angeliefert und sofort verarbeitet. Doch in Zeiten von Pandemie und Krieg ist das angesichts gefährdeter Lieferketten nicht möglich, zumal gerade Burmeier Bedarfe in der häuslichen Pflege täglich punktgenau erfüllen muss. Mittlerweile habe Kępno in drei Zelthallen einen großen Lagerbestand der benötigten Materialien aufgebaut, erläutert Frau Nikolas. Zudem sei geplant, die Montagehalle 2023 um 500 Quadratmeter zu erweitern.

Sonia Nikolas ist optimistisch: „Mit Stiegelmeyer können wir nach vorn schauen“, sagt sie. „Nach den ersten 30 Jahren schaffen wir hier in Kępno auch die nächsten 110 Jahre!“ Zum Glück müssen die Mitarbeiter aber nicht bis 2132 auf das nächste Familienfest warten. Diese Feste sind in Kępno nämlich längst eine gute Tradition und finden immer wieder statt.

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