Steckbrief
27. Mai 2020
// Kunden & Partner

Mehr Zeit und Familienatmosphäre für die Patienten

Jessica Broda ist Pflegedienstleiterin in der Düsseldorfer Clinic Bel Etage.

Zwölf Patientenzimmer und eine Suite umfasst die Privatklinik, bis zu 2.000 Operationen werden jährlich durchgeführt – mit den Schwerpunkten Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie. Beim Gang durch die Station fällt sofort das besonders wohnliche, elegante und gepflegte Ambiente auf. Auch die Stiegelmeyer-Betten vom Typ Seta, die hier seit einigen Jahren im vollen Einsatz sind, sehen aus wie neu.

Frau Broda, bitte schildern Sie Ihre Arbeit in der Clinic Bel Etage.

Ich bin hier 2017 als Krankenschwester auf der Station gestartet, habe zwischenzeitlich auch als OP-Assistentin gearbeitet und bin seit 2019 Pflegedienstleiterin. Aktuell arbeite ich mit zwölf Krankenschwestern auf der Station, weitere fünfeinhalb Stellen gibt es im OP. Wir arbeiten in drei Schichten, dabei betreut jede Schwester jeweils bis zu vier Patienten. Die Arbeit bei uns ist sehr attraktiv. Wir können uns Zeit für unsere Patienten nehmen und ihnen ein familiäres Gefühl vermitteln. Hier ist niemand „die Galle von Zimmer 13“. Patienten und Pflegekräfte genießen die farbige, geräumige Gestaltung der Station. Wir freuen uns über frische Blumen auf dem Tisch und das Essen aus unserem Restaurant.

Die Clinic Bel Etage hat einen sehr guten Ruf und ein internationales Publikum – viele Patienten kommen aus Übersee oder aus arabischen Ländern. Was bedeutet das für Ihre Arbeit?

Wir haben hier gelernt, kultursensibel zu arbeiten. Dabei bemerkt man schnell, wie hektisch es sonst oft im Klinikalltag zugeht. Früher habe ich häufig bei den Patienten angeklopft und dabei gleichzeitig schon das Zimmer betreten. Heute warte ich, bis ich hereingerufen werde, wenn sich Patientinnen und Patienten erst bedecken möchten. Wir lassen uns hier auf andere Kulturen ein und freuen uns, Neues zu entdecken.

Führen Sie an den Betten oft pflegerische Arbeiten durch?

Das kommt vor, allerdings sind unsere Patienten selbst nach einer Bandscheibenoperation oft viel schneller wieder beweglich, als man gemeinhin denkt. Wir operieren hier meistens minimalinvasiv. Dennoch werden die Verstellfunktionen der Betten natürlich sehr oft genutzt. Patienten, die ihren Rücken entlasten möchten, heben gern die Rückenlehne und die Oberschenkellehne an. Eher selten werden bei uns hingegen die Seitensicherungen hochgezogen. Das wünschen sich zumeist Patienten, die sich nachts unsicher fühlen, weil sie zuhause in einem breiteren Bett schlafen.

Sind Sie interessiert an Smart-Hospital-Lösungen, bei denen die Betten digital wichtige Informationen übermitteln?

Ein Out-of-Bed-System, um zu kontrollieren, ob unsere Patienten aufstehen, benötigen wir hier nicht, da wir kaum an Demenz erkrankte Menschen behandeln. Interessant wären aber Medizinprodukte, die anstehende Wartungsaufgaben melden könnten.

Was gefällt Ihnen an unseren Seta-Betten?

Ich finde Ihre Betten sehr „leichtfüßig“. Sie sind nicht so schwer und zugebaut wie viele andere Modelle und lassen sich gut bedienen, fahren und reinigen – auch, wenn wir es in der Chirurgie mit Blut zu tun haben. Prinzipiell werden unsere Betten aber nicht stark verschmutzt, wir kommen mit manueller Aufbereitung sehr gut zurecht.

Welche technischen Entwicklungen wünschen Sie sich für die Zukunft der Krankenhausbetten?

Freuen würde ich mich über kabellose Handschalter zur Bedienung der Betten und eine generelle Reduzierung von Kabeln. Oft möchten Patienten den Handschalter lieber auf der anderen Bettseite nutzen, und das ginge ohne Kabel schneller und einfacher. Ich weiß, dass es da viele Sorgen über ein mögliches Verschwinden des Handschalters gibt, aber letztlich würde ich ihn bei Bedarf lieber mit einer Schnur sichern als immer mit einem Kabel zu befestigen. Ein weiterer Wunsch wäre eine laterale Schwenkbarkeit der Liegefläche nicht nur bei Intensivbetten, sondern auch bei normalen Krankenhausbetten.

Vielen Dank für das Gespräch und die Anregungen!

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