10. Oktober 2015
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Jetzt aber DALI!

Frank Himmelskötter im Interview mit Manuel Jennen über das überarbeitete Dali II 24 Volt von Burmeier

Elektrisch verstellbare Pflegebetten sind eine große Errungenschaft: Sie bieten den Bewohnern viel mehr Komfort und erleichtern den Pflegekräften die Arbeit erheblich. Für Nutzer, die in puncto Sicherheit und Sparsamkeit höchste Ansprüche stellen, empfiehlt sich das originale 24-Volt-Antriebssystem von Burmeier. Produktmanager Frank Himmelskötter erläutert die Vorteile dieses Systems und stellt ein Bett vor, in dem es ideal zum Einsatz kommt: das rundum modernisierte Dali II 24 Volt.

Bitte beschreiben Sie kurz das 24-Volt-System!

Es ist ein Antriebssystem, bei dem die Stromspannung von 230 Volt direkt an der Steckdose von einem Trafo in eine Kleinspannung von 24 Volt umgewandelt wird. Dadurch sind die 230 Volt aus dem Bett eliminiert.

Was sind die Stärken dieses Systems?

Es erhöht die Sicherheit für die pflegebedürftigen Menschen. Im Fall einer Beschädigung des Verbindungskabels zwischen Schaltnetzteil und Kabelbaum droht beim 24-Volt-System keine Gefahr. Man würde bei dieser Kleinspannung allenfalls ein Kribbeln spüren. Solange kein Impuls vom Handschalter erfolgt, ist das Bett sogar komplett stromlos. Das spart auch Stromkosten.

Burmeier hebt hervor, dass beim 24-Volt-System keine weiteren Ableitstrommessungen während der Nutzungsdauer des Bettes anfallen. Was hat es damit auf sich?

Pflegebetten müssen im Rahmen der Wiederholungsprüfung mindestens alle 2 Jahre auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Dabei wird auch geprüft, ob unbeabsichtigt Strom über die Metallteile zur Erde fließt – der so genannte Ableitstrom. Wäre dieser Wert zu hoch, bestünde für die Bewohner eine Gefahr. Beim 24-Volt-System ist diese Messung nicht alle 2 Jahre notwendig. Das Intervall verlängert sich so deutlich, dass es weit über die in der Gebrauchsanweisung angegebene Nutzungsdauer unserer Betten von 8 Jahren reicht. Das wurde vom TÜV Rheinland bestätigt.

Welche Vorteile bringt das?

Unsere Kunden, die Sanitätshäuser, sparen dadurch Geld. Elektrotechnische Kenntnisse können bei der Prüfung der Pflegebetten entfallen. Auch das kostspielige und empfindliche Prüfgerät muss nicht ständig mitgeführt werden. Der Prüfer benötigt lediglich Produktkenntnisse und die lassen sich leicht vermitteln.

War Burmeier der Pionier bei der Einführung des 24-Volt-Systems?

Ja, wir haben es vor fast 11 Jahren erstmals in einem Pflegebett eingesetzt. Die Technik war damals noch nicht so weit wie heute, der Trafo saß noch nicht direkt in der Steckdose, sondern lag auf dem Boden – aber wir hatten bereits die Idee, wie das System aussehen sollte.

Wie sehen Sie die zukünftige technische Entwicklung des 24-Volt-Systems?

Der Trend geht zu intelligenten Bus-Systemen, die mithilfe von Sensorik Informationen von außen verarbeiten können – etwa die Belastung der Rückenlehne wie bei unserem Out-of-Bed-System. Die Anforderungen steigen, und wir werden uns ihnen stellen.

Das tun wir zurzeit bereits bei einem Klassiker von Burmeier: dem Dali II 24 Volt. Dieses meistverkaufte Pflegebett Deutschlands wurde zur REHACARE umfassend modernisiert.Was haben Sie verbessert?

Wir haben einige Punkte verändert, um das Dali noch attraktiver zu machen. Zum Beispiel die Seitensicherungen: Die Holme werden demnächst anthrazitfarbene Abschlusskappen aus Kunststoff tragen. Das sieht gut aus und schützt die Holme vor Beschädigungen.

Gibt es auch Neuerungen, um die Funktionalität der Seitensicherungen zu verbessern?

Ja, sie lassen sich nun bei Bedarf erhöhen. Der obere Holm wird optional mit einem zusätzlichen Geländer ausgestattet. Wird es nicht benötigt, hängt es nach unten. Muss die Schutzhöhe vergrößert werden, lässt sich der Holm drehen und das Geländer bietet zusätzliche Sicherheit. Es ist zugleich eine praktische Griffleiste, um sich im Bett aufzurichten. Welche Erleichterungen gibt es für die Betreiber der Pflegebetten? Es wird einfacher, die Motoren zu warten. Sie werden bald mit Rohrklappsplinten am Bettrahmen befestigt: Bolzen mit Klappbügeln, die sich leicht öffnen lassen, um den Motor zu entnehmen. Eine weitere Verbesserung betrifft die Transport- und Lagerhilfe. Sobald das Bett aufgebaut war, wusste man nicht, wo man sie aufbewahren sollte – oft verschwand sie. Nun kann man als Zubehör eine Aufnahmevorrichtung bestellen, um die Transporthilfe unter dem Bett zu verstauen.

Wird das Dali II auch schöner?

Ja! Wir haben gerade auf der REHACARE unsere neuen Softcover getestet. Das sind Stoffhüllen in 6 attraktiven Farben für die Kopf- und Fußteile. Wer möchte, kann auch die Seitensicherungsholme passend verkleiden. Damit wird es möglich, das Dali II an jede Zimmereinrichtung geschmackvoll anzupassen. Die Softcover können in der Waschmaschine bei 60° gereinigt werden. Am Bett werden sie an den Seiten mit dekorativen Holzleisten verstärkt. Das sieht sehr gut aus!

Mehr Informationen zu den
Burmeier-Produkten finden Sie
unter www.burmeier.com

Frank Himmelskötter ist 50 Jahre alt, hat 2 Kinder und arbeitet seit 13 Jahren bei der Firma Burmeier als Produktmanager, Qualitätsbeauftragter und Sicherheitsbeauftragter. Zuvor war er nach einer Lehre und dem anschließenden Maschinenbaustudium bei 2 Industrieunternehmen im Bereich Industriemischer tätig.

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