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05. Mai 2022
// Messen & Veranstaltungen

Pflegebetten im neuen Look

Altenpflege 2022: Stiegelmeyer kehrte mit modernen Produkten und originellem Design ins Messeleben zurück

Im Frühjahr 2020 saß das Stiegelmeyer-Team buchstäblich auf gepackten Koffern, um zur Messe Altenpflege zu fahren – doch dann kam Corona. Es folgten zwei nahezu messefreie Jahre, in denen die Sehnsucht nach dem direkten Austausch mit unseren Kunden immer mehr wuchs. Jetzt endlich wurde dieser Wunsch wahr: Auf der Altenpflege 2022 in Essen war Stiegelmeyer wieder mit einem einladenden Stand, attraktiven Produkten und vielen Ideen für die Zukunft präsent. Die Messe selbst feierte mit 12.000 Besuchern ein starkes Comeback, doch wie lief es auf unserem Stand? Darüber sprachen wir mit unserem Geschäftsführer Vertrieb Inland Ralf Wiedemann und unserem Marketing-Leiter Christoph Prevezanos.

Wie haben Sie sich dabei gefühlt, nach so langer Zeit wieder unsere Kundinnen und Kunden zu begrüßen?

Ralf Wiedemann: Es fühlte es sich so an, als wäre es nie anders gewesen. Ich habe mich sehr schnell wieder auf der Messe eingelebt. Es war ein gutes Gefühl, die Kunden wieder zu begrüßen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass so viele gekommen sind, obwohl es in den Pflegeeinrichtungen wegen der Pandemie und der kriegsbedingten Krise nach wie vor große Sorgen gibt. Einige Besucher haben mir erzählt, dass sie in ihren Häusern mittlerweile riesige Summen für Butter und andere Produkte des täglichen Bedarfs bezahlen müssen. Dennoch war die Stimmung auf unserem Stand von Optimismus geprägt. Es waren auch viele hochranginge Gesprächspartner zu Gast.

Christoph Prevezanos: Auch mit dem Gesundheitskonzept haben sich unsere Gäste wohlgefühlt. Auf den Gängen herrschte Maskenpflicht, auf den Ständen durfte man selbst entscheiden. Ich habe bei jedem Gespräch vorher gefragt, ob wir die Masken abnehmen sollen. Die meisten Gäste waren dafür und betonten, sie seien frisch getestet – so wie auch das Stiegelmeyer-Team. Alle haben sich sehr verantwortungsbewusst verhalten.

RW: Mir ist eine Woche nach der Messe auch keine einzige Ansteckung bei unseren Mitarbeitern bekannt.

Bisher wechselte die Altenpflege jährlich zwischen Nürnberg und Hannover. Jetzt nimmt Essen die Stelle Hannovers ein. Wie war die neue Stadt?

CP: Essen war sehr angenehm. Die gesamte Organisation verlief reibungslos, in der Halle gab es immer einen Ansprechpartner, der sich wirklich auskannte und bei Problemen helfen konnte. Das ist nicht selbstverständlich.

RW: Ich war auch positiv überrascht. Ich kannte das Gruga-Gelände aus meiner Außendienst-Zeit, die schon lange zurückliegt, und hatte den Muff der 50er-Jahre im Gedächtnis. Heute ist alles modern und passt von der Größe her viel besser zur Altenpflege als Hannover. Auf dem dortigen Messegelände ging die Ausstellung immer ein bisschen unter.

Aus welchem Einzugsbereich kamen die Gäste?

RW: Aus einem erstaunlich großen. Unser Gebietsverkaufsleiter Herr Enßle aus Baden-Württemberg hatte z. B. viel zu tun. Weitere Gäste kamen aus Norddeutschland, Berlin oder Dresden. Es war ein bundesweites Publikum.

Für welche Produkte interessierten sich die Besucher unseres Standes besonders?

RW: Sie interessierten sich sehr für die Pflegeheim-Produkte und weniger für unsere Krankenhausbetten. Wir hatten unter anderem ein Puro, ein Evario und das neue Säuglingsbett Jovie auf dem Stand, weil wir glaubten, dass in Essen auch beste Bedingungen für die Anreise von Krankenhaus-Kunden herrschen würden. Doch diese Hoffnung hat sich leider nicht ganz erfüllt. Allerdings gab es eine Ausnahme: Das Krankenhausbett Evario mit integrierter optionaler Waage hat auch sehr viele Gäste aus dem Pflegeheim-Bereich angesprochen. Das ist ein Thema, über das wir in Zukunft weiter nachdenken werden.

Welche Produkte und Ideen aus dem Pflegeheim-Bereich kamen besonders gut an?

CP: Umlagert war das Pflegebett Elvido mit dem neuen Out-of-Bed-System. Am Elvido und am Libra haben wir zudem erstmals Design-Studien neuer Kopf- und Fußteile gezeigt. Es gab neue Formen, neue Polsterungen und sogar feste Dekore, die wie Jeansstoff oder Leder aussahen. Das Interesse daran war groß, die Geschmäcker aber natürlich verschieden. Sehr viel Zuspruch erhielten die neuen gesteppten Häupter am Libra mit einem umlaufenden Holzrahmen. Was Kunden und Partner von unseren neuen Ideen hielten, haben wir in mehreren Umfragen ermittelt. Die Gäste konnten direkt an den Messe-Monitoren oder auf Ihren Smartphones Ihre Meinungen mitteilen. Viele haben mitgemacht, das wird uns sehr bei den weiteren Überlegungen helfen.

Digitalisierung im Pflegebereich ist ein großes Thema. Das Elvido in Essen war mit unserem modernen Out-of-Bed-System ausgestattet und zusätzlich mit einem Dashboard vernetzt, auf dem die Pflegekräfte wichtige Status-Informationen über das Bett sehen können. Was hielten die Besucher davon?

RW: Das war ein großes Thema, zu dem unser Team viele interessante Gespräche geführt hat. Die Besucher waren oft beeindruckt und verließen den Stand mit dem guten Gefühl, dass Stiegelmeyer im Bereich der Digitalisierung beste Zukunftschancen bietet. Selbst wenn Kunden heute noch nicht an digitalen Assistenzsystemen interessiert sind, neigen sie doch immer öfter zum Kauf eines Elvido-Bettes, weil sie sich mit diesem Modell alle Möglichkeiten für eine Nachrüstung offenhalten.

Herzstück des Stands war ein liebevoll eingerichtetes Familienzimmer, in dem das Säuglingsbett Jovie neben dem Doppelbett Libra partner stand. Letzteres ist natürlich auch in der Altenpflege und in Rehakliniken sehr gut einsetzbar. Wie haben die Besucher reagiert?

RW: Viele Kunden haben bestätigt, dass jetzt schon viele Paare in Pflegeeinrichtungen ziehen und dass diese Zahl in Zukunft weiter ansteigen wird. Manche Kunden sagten: „Dann schieben wir einfach zwei Einzelbetten zusammen.“ Wir konnten hier gut argumentieren, dass das Libra partner die bessere, komfortablere und normgerechte Alternative ist. Apropos Komfort: Zu sehen war auf unserem Stand auch eine elektrische Variante des Nachttisches Vitano mit integrierten Steckdosen, USB-Anschlüssen und einer induktiven Ladestation zum Aufladen von Handys. Auch das gefiel vielen Besuchern. Der Vitano ist ein Krankenhaus-Nachttisch, doch auch aus dem Pflegebereich sagten viele Kunden, dass immer mehr Bewohner ihr Smartphone mitbringen, um mit ihren Verwandten zu kommunizieren.

Die Stiegelmeyer-Gruppe tritt weltweit als starker Anbieter von Gesamtlösungen auf. Auch in Essen waren Produkte zu sehen, die bei Ausschreibungen auf internationalen Märkten sehr interessant sind – z. B. das Ultra-low-Pflegebett Basano und die modernen, wirtschaftlichen Wechseldrucksysteme unseres Partners Novacare. Gab es dafür auf dem Stand auch ein internationales Publikum?

CP: Ja, es waren mehr internationale Besucher da als bei den früheren Altenpflege-Messen. Ich habe z. B. Gäste aus Spanien, Italien und Großbritannien begrüßt und viele Beratungsgespräche auf Englisch geführt.

Gibt es bereits geschäftliche Erfolge von der Messe zu melden?

RW: So viel kann ich sagen: Wir haben mit den Kunden bis zu 150 sehr wichtige Projekte besprochen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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