01. Oktober 2020
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Neues Burmeier-Logistikzentrum erfolgreich gestartet

Umzug von Lage nach Hiddenhausen bringt mehr Platz und moderne digitale Arbeitsprozesse

Größer, schneller, digitaler – das neue Logistikzentrum von Burmeier in Hiddenhausen hat erfolgreich den Betrieb aufgenommen. Hinter der Stellvertretenden Vertriebsleiterin Irina Dietrich und ihrem Team liegen aufregende Monate der Planung. In nur einer Woche Mitte August ging der Umzug von Lage nach Hiddenhausen vonstatten. Da Burmeier täglich bis zu 250 dringend benötigte Betten für die häusliche Pflege ausliefert, musste die Unterbrechung so kurz wie möglich gehalten werden. Mittlerweile ist alles auf sehr gutem Kurs. Frau Dietrich erklärt im Gespräch mit dem FORUM mit großer Überzeugungskraft die Vorteile des neuen Logistikzentrums.

Seit Burmeier 1995 den Bereich der häuslichen Pflege in der Stiegelmeyer-Gruppe übernommen hatte, befanden sich Verwaltung und Lager in der lippischen Stadt Lage, 25 km vom Stiegelmeyer-Hauptsitz in Herford entfernt. Das Lager in Lage hatte jedoch zuletzt seine Kapazitätsgrenze erreicht – zwischenzeitlich waren vier weitere Außenlager angemietet. Zudem sollten viele Arbeitsschritte digitalisiert werden, um die Mitarbeiter zu entlasten und den modernen Anforderungen des Marktes zu entsprechen.

Verkehrstechnisch bestens angebunden

Daher fiel die Entscheidung, den Sitz von Burmeier komplett von Lage nach Hiddenhausen zu verlegen. Nach dem Logistikzentrum wird 2021 auch die Verwaltung umziehen – ihre Räume befinden sich zurzeit im Bau. Für die 20.000-Einwohner-Gemeinde Hiddenhausen im Kreis Herford sprachen gute Gründe: Dort stand die 9.000 qm große Lagerhalle eines früheren Möbelproduzenten zum Verkauf. „Zudem ist Hiddenhausen verkehrstechnisch bestens angebunden, die Lastwagen erreichen in kürzester Zeit die A30 und die A2“, erklärt Frau Dietrich. „Und natürlich ist auch die größere Nähe zu Stiegelmeyer ein Vorteil.“ Herford und Hiddenhausen liegen nur 8 km entfernt.

Die neu erworbene Lagerhalle wurde komplett modernisiert. Ihre elegante Fassade ähnelt nun dem Stiegelmeyer-Servicezentrum in Herford, sodass die Zusammengehörigkeit der Unternehmen auf den ersten Blick deutlich wird. Noch größer ist der Sprung in die Zukunft im Inneren des Logistikzentrums. Dort hat die IT der Stiegelmeyer-Gruppe ein digitales Lagerverwaltungssystem installiert, das Irina Dietrich so beschreibt: „Wir können damit strukturierter und mit einer höheren Genauigkeit arbeiten als je zuvor.“

Digitale Unterstützung

Soll eine Bestellung ausgeliefert werden, erscheint sie nun auf den Auftragsmonitoren im Logistikzentrum. „Die Mitarbeiter haben den gesamten Überblick in den jeweiligen Bereichen“, erklärt Frau Dietrich. Die Lieferaufträge werden mit Hilfe von Scannern kommissioniert. Die Scanner führen die Mitarbeiter zu den durchnummerierten Stellplätzen und Regalen, auf denen die Ware lagert. Diese wird auf einen Transportwagen gelegt und mithilfe elektrisch betriebener Flurförderfahrzeuge zu einem der drei Versandbereiche gebracht. Stückguttransporte – also z. B. kleinere Bettenbestellungen – liefert die Firma Schenker DB aus. Ihre LKWs docken den ganzen Arbeitstag hindurch am Logistikzentrum an und werden permanent beladen und mehrmals am Tag gewechselt. Große Touren übernimmt die Spedition Cityline Express-Spedition GmbH, Pakete mit Ersatzteilen liefert GLS aus. In Zukunft wird Burmeier den Kundinnen und Kunden die Trackinginformationen proaktiv zusenden. Das wird die Planung der Sanitätshäuser wesentlich erleichtern.

Das komplette Burmeier-Logistikteam ist mit ins neue Lager umgezogen und hat sich motiviert mit den digitalen Prozessen vertraut gemacht, wie Frau Dietrich berichtet. Für die Mitarbeiter sei nun vieles einfacher – das System führt sie zu den richtigen Koordinaten im Lager und zeigt ihnen, welche Produkte in welcher Menge ein- und ausgelagert werden sollen. Die innovativen E-Fahrzeuge sorgten für ergonomische Unterstützung und bereiteten allen viel Freude, erzählt Frau Dietrich.

Herausforderndes Jahr 2020

Für Burmeier war der Umzug bereits die zweite große Herausforderung in diesem ungewöhnlichen Jahr. Im Frühjahr stiegen die Bestellungen weit über die erwartete Menge an, weil auch häusliche Pflegebetten in Covid-Behandlungszentren eingesetzt wurden und viele reguläre Patienten aus den Krankenhäusern nach Hause verlegt wurden. Schon damals musste die Logistik wochenlang Höchstleistungen vollbringen. Das Burmeier-Team hat nun erneut bewiesen, wie ernst es seine Verantwortung für Bewohner und Angehörige in der Pflege zuhause nimmt.

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