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11. November 2021
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Ein Start mit großen Chancen: Stiegelmeyer China nimmt die Arbeit auf

Neue Tochtergesellschaft in der Millionenmetropole Foshan nahe Hongkong

Schon der Blick aus dem neuen Bürofenster verdeutlicht die Größe der Aufgabe. Eine Skyline wie in Manhattan wächst in Foshan auf der grünen Wiese heran. Die Neun-Millionen-Stadt ist eine von zahlreichen Mega-Metropolen in der südchinesischen Provinz Guangdong, 130 km Luftlinie von Hongkong entfernt. Hier befindet sich seit einigen Wochen das Büro von Stiegelmeyer China Co. Ltd.

Jochen Zhu-Schleiss ist der Geschäftsführer unserer neuen Tochtergesellschaft in der Volksrepublik. Der gebürtige Franke mit jahrzehntelanger Geschäftserfahrung in China hat ein modernes Büro im 30. Stock eines Wolkenkratzers bezogen. Auch ein Showroom wird dort eingerichtet

Noch arbeitet Herr Zhu-Schleiss mit nur einem weiteren Kollegen zusammen, doch das junge Unternehmen soll schnell wachsen. Bereits für den kommenden Sommer sind 2.500 qm für eine Produktionsstätte reserviert, in der unsere Betten für den chinesischen Markt montiert werden sollen. Alle erforderlichen Komponenten kommen dabei aus China. Das ist möglich, weil wichtige europäische Lieferanten unserer Motoren oder Rollen ebenfalls chinesische Niederlassungen in der Nähe betreiben.

Danach steht der Aufbau eines überregionalen Netzwerkes von Distributoren an. Die Handelspartner in den Städten und Provinzen sollen ebenfalls über eigene Showrooms und Bettenlager verfügen und kleinere Händler vor Ort versorgen können.

Altenpflege auch in China ein stark wachsender Bereich

China sei gerade für Pflegebetten ein hochinteressanter Markt, erklärt Jochen Zhu-Schleiss. Ähnlich wie in Europa wächst auch hier der Anteil älterer Menschen, nicht zuletzt als Folge der langjährigen Ein-Kind-Politik der Regierung. Zugleich sorgt der wachsende Wohlstand in vielen Regionen für einen Wandel der Lebensweise: „Bisher haben die Menschen hier oft in Drei-Generationen-Häusern zusammengelebt und füreinander gesorgt“, sagt Herr Zhu-Schleiss. „Aber die jungen Leute wollen das nicht mehr.“ Sie möchten unabhängig und individuell leben.

Als Folge entstünden vielerorts erstmals Seniorenheime. Auf hohe Qualität wird dabei geachtet, auch deutsche Betreiber sind vor Ort tätig. Gleichzeitig boomt auch der Homecare-Sektor mit gestiegenen Ansprüchen. Für die Betten von Stiegelmeyer und Burmeier bieten sich hier hervorragende Chancen, denn deutsche Ingenieurskunst steht in China hoch im Kurs. Deutsche Autos seien ebenso heiß begehrt wie deutsche Küchen, erklärt der Geschäftsführer.

Am chinesischen Wirtschaftsleben fasziniert ihn das hohe Tempo. „Bei der Verwirklichung von Projekten sind die Chinesen oft dreimal so schnell wie wir Deutsche“, sagt Herr Zhu-Schleiss. „Selbst wenn sie dabei mal einen Fehler machen, stehen sie wieder auf, machen weiter und sind am Ende immer noch schneller.“ Der Geschäftsführer hat in der Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern große Erfahrung. Seine chinesische Ehefrau, die ein deutsches Architekturbüro leitet, kann ihn ebenfalls unterstützen.

Erfolgreicher Lebenslauf mit wertvollen Erfahrungen

Jochen Zhu-Schleiss stammt aus Nürnberg, ist ausgebildeter Elektriker und studierter Ingenieur. Er arbeitete in Deutschland in den Pionierjahren des Mobilfunks mit und kam in den 90er-Jahren erstmals nach Hongkong, um dort Handys zu verkaufen, die damals in China noch nicht produziert wurden. 2004 siedelte er ganz nach Hongkong über und arbeitete als Qualitätskontrolleur in der Möbelbranche. Es folgten der Aufbau einer italienischen Möbelfabrik vor Ort und in den Zehnerjahren erfolgreiche Aufbauarbeit bei zwei Autoteile-Herstellern.

Bei Stiegelmeyer weiß er also genau, welche Herausforderungen auf ihn zukommen. Jochen Zhu-Schleiss ist sich sicher: „Das wird die letzte Aufgabe meiner Berufslaufbahn.“

 

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